Was ist Myopie?
Myopie ist die medizinische Bezeichnung für Kurzsichtigkeit. Kurzsichtigkeit bedeutet, dass nahe Gegenstände scharf gesehen, entfernte jedoch nur unscharf wahrgenommen werden. Um in allen Entfernungen scharf sehen zu können, benötigt der Kurzsichtige eine Sehhilfe wie eine Brille oder eine Kontaktlinse. Eine weitere Möglichkeit Kurzsichtigkeit zu verringern oder zu beheben bietet eine die Brechkraft abschwächende Operation.

Das Auge ist in der Lage ein Bild in der Nähe aufgrund einer Veränderung der Linsenbrechkraft scharf einzustellen. Ab dem 40. Lebensjahr an nimmt diese Fähigkeit ab, dann braucht ein Normalsichtiger eine Lesebrille (Alterssichtigkeit = Presbyopie). Wer jedoch kurzsichtig ist, hat jetzt einen Vorteil: Er kann meistens
noch einige Jahre länger oder sogar lebenslang ohne Nahbrille lesen.

Kurzsichtigkeit bei Kindern
Kurzsichtigkeit ist oft erblich (nach neuesten Erkenntnissen zu ca. 80 – 85 %). Kurzsichtige Eltern sollte daher ihre Kinder möglichst früh vom Augenarzt und einer Orthoptistin/einem Orthoptisten untersuchen lassen. Schon bei Säuglingen kurz nach der Geburt können Augenärzte und Orthoptisten eine Fehlsichtigkeit diagnostizieren und ihr Ausmaß bestimmen. Kurzsichtige Kinder brauchen im Freien eine Brille; vor allem, wenn sie auf der Straße spielen, mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilnehmen oder in der Schule. Nach aktuellen Erkenntnissen beschleunigt eine richtig bestimmte Brille bei Kindern nicht das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit; dieses tritt, wenn es wachstumsbedingt ist, genauso ohne Brille auf.

Risiken bei Kurzsichtigkeit
Das kurzsichtige Auge ist im Verhältnis zu einem normalsichtigen oder weitsichtigen Auge länger gewachsen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Sehen allein. Es bewirkt auch eine generelle Dehnung des ganzen Auges. Die Dehnung des Auges kann zu Verdünnungen der Netzhaut führen, welche frühzeitig erkannt und therapiert kein Problem darstellen. Die Verdünnung der Netzhaut erhöht jedoch das Risiko zur Entstehung einer Netzhautablösung. Eine Netzhautablösung kann zur Erblindung des Auges führen! Aus diesem Grund sind regelmäßige Kontrollen der Netzhaut immens wichtig.


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