Was ist ein Trockenes Auge?
Ein „Trockenes Auge“ entsteht, wenn der Körper zu wenig Tränenflüssigkeit produziert oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit so verändert ist, dass die Tränen zu stark verdunsten. Das Auge wird nicht mehr ideal befeuchtet und man spricht daher auch von einer Benetzungsstörung. Das Auge wird durch das regelmäßige Blinzeln permanent mit einem Tränenfilm überzogen. Daher kommt die Augenoberfläche mit Luft nicht in Berührung und kann vor Austrocknung bewahrt werden. Für die Funktion des Auges hat der Tränenfilm mehrere Aufgaben: Es befeuchtet die Augenoberfläche, schützt vor Infektionen durch keimtötende Substanzen, reinigt die Augenoberfläche von Fremdkörpern und ernährt das Gewebe. Ohne fachgerechte Behandlung droht eine Schädigung der Binde- und Hornhaut, was zu verschiedenen Beschwerden führen kann. In schlimmen Fällen können bleibende Schäden auftreten.

Haben Sie Trockene Augen?   
Checkliste für die häufigsten Symptome des Trockenen Auges:

  • Fremdkörpergefühl (wie Sand in den Augen)    
  • Müde, schwere oder lichtscheue Augen    
  • Häufiges Jucken oder Brennen    
  • Gerötete Augen    
  • Tränenfluss bei Wind oder Lichtwechsel    
  • Verklebte Lider am Morgen    
  • Druckgefühl auf den Augen    

Ein Trockenes Auge ist von einer Reihe charakteristischer Symptome begleitet. Nur der Augenarzt kann sicherstellen, ob es sich um ein Trockenes Auge handelt, da die Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten können. Wenn eine oder mehrere der oben genannten Beschwerden auf Sie zutreffen, sollten Sie unbedingt Ihren Augenarzt zu Rate ziehen.

Wie entsteht das Trockene Auge?
Alle 5 – 10 Sekunden löst das Auge einen Lidschlag aus. So wird mit jedem Lidschlag die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über der Augenoberfläche verteilt. Wird jedoch weniger Tränenflüssigkeit produziert oder hat die Träne eine falsche Zusammensetzung, reißt der Tränenfilm an einigen Stellen auf. Auch durch häufigeren Lidschlag schafft es das Auge nun nicht mehr, den Tränenfilm gleichmäßig zu verteilen. Es kommt zu trockenen Stellen.

Ursachen des Trockenen Auges:

  • Nachlassenede Tränenproduktion im Alter    
  • Hormonumstellung (Wechseljahre)    
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten    
  • Umweltbelastung und klimatische Einflüsse (Klimaanlagen, Heizungsluft)    
  • Erkrankungen (bestimmte Allgemeinerkrankungen)    
  • LASIK Operationen    

Behandlung des Trockenen AugesFotolia 51261960 M
Zur Linderung der Beschwerden sollten künstliche Tränen in Form von Augentropfen regelmäßig geträufelt werden. Sie befeuchten das Auge, helfen den Tränenfilm zu stabilisieren und bieten darüber hinaus einen Schutz- und Gleitfilm. Es gibt eine Vielzahl von Tränenersatzmitteln; manchmal muss man ausprobieren, mit welchem Mittel die Beschwerden gelindert werden können. Häufig sieht man auch schon durch die Veränderung des Tränenfilms, welche spezielle Medikation notwendig ist.